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Migräne-Behandlung

Botox® (Botulinumtoxin A) ist ein Bakterium namens Colostridum Botulinum, das im Boden und im Wasser vorkommt und wurde erstmals 1980 vom Augenarzt Dr. Alan Scott beim Menschen eingesetzt und wird seitdem auch zur Behandlung vieler Augenerkrankungen (z. B. Schielen) und neurologischer Erkrankungen (z. B. Tics, Muskelkrämpfe) eingesetzt. und in der allgemeinen Chirurgie (z. B. Analfissurenbehandlung) verwendet werden.  In den letzten Jahren sind neue Behandlungsformen entstanden, die insbesondere in der plastischen Chirurgie intensiv genutzt werden.
Im Bereich der Plastischen Chirurgie werden Gesichtsfalten zu ästhetischen Zwecken erfolgreich mit Botox® behandelt. Im Jahr 1992 veröffentlichte ein Team von Augenärzten und Dermatologen eine Studie, in der sie berichteten, dass die Deformierung der Augenbrauen durch Botox® korrigiert werden konnte. Mit den Anwendungen in der Plastischen Chirurgie können mimische Falten, d. h. Stirnfalten, die durch die Bewegungen der mimischen Muskeln verursacht werden, Krähenfüße am Augenrand, Zornesfalten und feine Fältchen an den Lippen korrigiert werden. Zusätzlich zu all diesen Verbesserungen werden auch verschiedene Anwendungen wie die Veränderung der Form und Position der Augenbrauen und das Augenbrauenlifting durchgeführt.
Weitere Anwendungsbereiche von Botox® in der plastischen Chirurgie sind die Behandlung von übermäßigem Schwitzen und die Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen Spanningstyp.
Die Verwendung von Botox® bei der Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp entstand völlig zufällig im Jahr 1992, als William Binder, ein Hals-Nasen-Ohren-Spezialist, feststellte, dass auch die Kopfschmerzen seiner wegen Gesichtsfalten behandelten Patienten gelindert wurden. Weitere Forschungen und Anwendungen haben ergeben, dass Botox® bei Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp die Stärke der Schmerzen verringert und die Zeit zwischen den Schmerzattacken verlängert.
Die in der Gesellschaft häufig auftretende Migräne, die den Patienten sehr belastet, ihn aus seinem täglichen Leben reißt und zu einem erheblichen Verlust an Arbeitskraft führt, wird von Neurologen oder Schmerzspezialisten erkannt und medikamentös behandelt. Patienten, die nicht von Medikamenten profitieren oder die nicht ständig Medikamente einnehmen wollen, können jetzt Botox® als Behandlungsoption in Betracht ziehen. Dadurch ist Botox® auch eine medikamentöse Behandlung, die mit ihrer Wirkungsdauer von 3-4 Monaten einen großen Vorteil gegenüber routinemäßigen medikamentösen Behandlungen bietet und gleichzeitig ein jüngeres Aussehen bei den angewendeten Patienten bewirkt. Darüber hinaus kann die Wirkung von Botox® auf Nervenenden bei Patienten mit erfolgreichen Ergebnissen mit Botox® evaluiert werden, daher kann auch diesen Patienten eine chirurgische Behandlung empfohlen werden, die die Dauer der Behandlung sicherstellt.
Die Wirkung von Botox® bei Migräne kann wie folgt erklärt werden: Nervenkompressionen, die Migräne verursachen, treten in sehr dünnen Nerven direkt unter der Haut in bestimmten Bereichen von Gesicht, Nase und Hals auf. Da diese Nerven bei Stirnlstraffung und Faltenbehandlung mit Botox® entspannt werden, wird gleichzeitig auch die Migräne behandelt. Im Gegensatz dazu haben mit Botox® behandelte Migränepatienten ein ästhetisch verjüngtes Aussehen im Stirn- und Schläfenbereich, mit einer Wirkungsdauer zwischen 4-6 Monaten, was ein weiterer Vorteil von Botox® gegenüber routinemäßigen medikamentösen Behandlungen ist.
 

Güncelleme Tarihi 19.05.2022